50. Montagsdemonstration gegen die Nordumgehung

Herzlichen Glückwunsch zur 50. Montagsdemonstration

 

Kranke Kinder

Ich habe es heute auch mal geschafft an der Montagsdemonstration der Notgemeinschaft Bad Oeynhausen teilzunehmen. Die Bürger zogen jetzt schon zum fünfzigsten mal vom Nordbahnhof zum Rathaus.

Es waren auch Politiker aus der Nachbarstadt Löhne zugegen. Es redeten Dr. Ottensmeier, Egon Schewe (SPD), der Fraktionsvorsitzende der FDP und eine Krankenschwester von der Bunten Liste aus Löhne.

 

 

 

AutobahnkilometerIch erfuhr, das der Rat der Stadt Löhne GEGEN die Nordumgehung gestimmt hat. Das wäre ein Traum für alle Bad Oeynhausener. Hier steckt man von den großen Fraktionen im Rat lieber den Kopf in den Sand und glänzt mit Unwissenheit oder hat einfach nur eine Art „Verdrängungssyndrom“.

 

Bürgermeister Klaus Müller-Zahlmann (SPD) hat überhaupt keine Ahnung von dem, was sich bei den Bürgern abspielt. Er hat scheinbar nichtmal das Wissen über das gesamte Projekt, obwohl es sein größten Anliegen sein müsste darüber aufzuklären. Aber auch da die gesunde Verdrängung eingesetzt.

Seltsam ist auch, das der Herr Windhager, Leiter vom Landestrassenbetrieb NRW aus Bielefeld, der dieses Ungetüm ja plant und sich gerade deswegen mit den Objekt äusserst intensiv beschäftigen SOLLTE, nichtmal die Grenzen von Bad Oeynhausen kennt.

Zitat Herr Windhager: „Die geplante Autobahn A30-Nordumgehung verläuft nicht durch die Stadt Bad Oeynhausen und sei auch größtenteils für die in einiger Entfernung wohnenden Menschen gar nicht zu sehen.“Größenwahn

Ja ne, eine 4-spurige Autobahn mit Brücken die aus 25m hohen Pylonen besteht, ist auch leicht zu übersehen. So manches Kohle- oder Atomkraftwerk sieht man ja auch nicht.

Irgendwie scheinen da so manche Herren den Verstand „versoffen“ oder ähnliches zu haben.

Ich kann nur der Notgemeinschaft (http://www.notgemeinschaft-bo.de) viel Erfolg und noch viel Durchaltevermögen wünschen.
Jetzt liegt ja alles am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Ich hoffe, das sie gegen die Sache entscheiden. Obwohl, damit man bekommt vor Gericht ja kein Recht sondern nur ein Urteil.

Schön ist auch das die Blutwiese in Löhne, die als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, in Mitleidenschaft gezogen werden soll. Komisch, ein Müllunternehmer der dort ein Haus bauen wollte musste dieses unter hohen Aufwand verrücken lassen, weil es ein paar Meter zu weit im Naturschutzgebiet stand.
Die Nordumgehung bzw. der Staat darf das.

Auch die Trolle der Befürworter der Nordumgehung sind lustig. Sie meinen ernsthaft, das die Mehrheit der Bürger in Bad Oeynhausen hinter der Nordumgehung stehen.
Ich habe in den letzen Jahren mit so manchen Menschen gesprochen und jeder sagte, das er sowas nicht haben möchte. Womit nehmen sich solche Leute -zu denen auch der Bürgermeister gehört- das Recht für alle Bürger zu sprechen, was überhaupt nicht stimmt?

Warum?Es kann noch lustig werden.

Vor allem, weil es zwei gute Alternativen gibt, die aber gar nicht geprüft wurden oder angeblich den Heilquellenschutz beschädigen. Es mutet einen seltsam an, das die B61n (Nebenstrecke über den Wittel) im Bundesverkehrswegeplan zum Ausbauen steht, aber keine Alternative zur Autobahn darstellen soll. Genauso ist es seltsam, das eine Tiefgarage mitten in der Stadt gebaut werden konnte und dort keine Heilquellen beschädigt wurden.

Alle Menschen sind gleich, manche sind aber gleicher. Je nach politischer Richtung und finanziellen Rücken.

Ich bin für die Einhausung, sprich TUNNEL, und GEGEN die Nordumgehung.

 

 

Aktualisiert am 28. Januar 2008
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Kategorie Bad Oeynhausen

7 Kommentare

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  1. Kommentar von Andreas:

    „Ich erfuhr, das der Rat der Stadt Löhne GEGEN die Nordumgehung gestimmt hat. Das wäre ein Traum für alle Bad Oeynhausener. “

    Hm, das ist das, was die Nordumgehungsgegner gerne falsch machen. Sie pauschalisieren und gehen davon aus, dass in Oeynhausen nur die Politik für die Nordumgehung ist. Tatsächlich fallen mir in meinem Bekannten-, Freundes und Verwandtenkreis (und mit denen muß man ja nicht automatisch einer Meinung sein) nur eine Handvoll Leute ein, die gegen die Nordumgehung sind. Die weitaus meisten sind dafür.

    Insofern wäre es ein Traum für die Nordumgehungsgegner, soviel ist richtig und verständlich. Aber eben nicht für alle Bad Oeynhausener. Und ich vermute, für den größten Teil der Oeynhausener nicht.

    8. März 2008 @ 18:32
  2. Kommentar von Andreas:

    Wieder die Adresse nicht richtig geschrieben … jetzt aber 😉

    8. März 2008 @ 18:33
  3. Kommentar von Agadius:

    Kann man so nicht sehen.

    Die Leuten mit denen ich spreche, sind eindeutig gegen die Nordumgehung in ihrer bisherigen Form.
    Sie bevorzugen den Tunnel oder eben die Südvariante.
    Deswegen können die Nordumgehungbefürworter oder der Bürgermeister nicht gerade sagen, das die Mehrzahl der Einwohner dafür ist.

    Auch kenne ich viele Menschen, die absolut null Informationen über die Nordumgehung habe und sie befürworten. Nachdem si dann mal die offiziellen Pläne und das Modell gesehen haben, hat sich ihre Meinung um 180 Grad gedreht.

    Es geht ja nicht darum, das NIX passieren soll. Es geht aber um das wie es passieren soll. Und eine Planung die in den 70er Jahren gemacht worden ist, wird hier mit ein paar kleinen Änderungen übernommen. Die Lebensqualität wird durch dieses Projekt bestimmt nicht verbessert. Allein schon wegen der Luftbewegung. Es wird wie eine Mauer wirken.
    Gibt es eben nicht mehr soviel Frischluft über das Gebirge in die Senke 😛

    9. März 2008 @ 08:59
  4. Kommentar von Andreas:

    Naja, das mit der Frischluftmauer ist IMHO ein hübsches Märchen. Der Wind bleibt nun auch nicht am Werrepark hängen, oder an den Bäumen des Sielparks und in Oberbecksen ist es auch nicht so, dass die Leute keine Luft mehr bekämen.

    Nebenbei: die Südvariante ist so schwachsinnig, dass auch die Nordumgehungsgegner inzwischen nicht mehr davon reden 😉 Die ist einfach viel länger, erzeugt mehr Schadstoffe und würde von den eigentlich umzuleitenden Benutzern der Autobahn nicht benutzt. Mal ganz abgesehen davon, dass sie auch deutlich mehr Anwohner belästigen würde … oder gehört Oberbecksen plötzlich nicht mehr zu Bad Oeyhausen?
    Achja, was ist eigentlich mit dem Bohrloch? Monatelang ein Politikum und der schlagende Beweis für die Machbarkeit einer Untertunnelung und als gefunden wurde und voll Wasser stand war Funkstille.
    Genau das ist es, was mich an den Nordumgehungsgegner stört. Allen die anderer Meinung sind wird vorgeworfen keine Ahnung zu haben und sich nicht mit der Materie zu beschäftigen. Teilweise mit einer Polemik, die schon fast an Beleidigung grenzt (damit bist nicht Du gemeint 😉 ).

    Du hast Recht, ein Tunnel wäre gar nicht so schlecht. Er müsste aber kurz hinter der Abfahrt Gohfeld beginnen und bei Opel Jäcker herauskommen. Idealerweise folgt er nicht dem Verlauf der Mindener, sondern verbindet die Endpunkte in einer leichten Rechtskurve. Dazu müsste man *tief* unter die Stadt, dazu gibt es keine Machbarkeitsstudien und ich befürchte, dass das dann auch in einer ganz anderen finanziellen Liga spielt.

    Das was „ihr“ wollt ist ein Trog – der Weserauentunnel wird immer gern als Beispiel angeführt. Ich habe mir die Pläne angesehen – Du auch? Der war im Bau nur ganz unwesentlich breiter als die Mindener Straße, nur ein bißchen … und oben offen! Wie will man da den Verkehr störungsfrei umleiten? Was machen die Anlieger der Mindener, werden die umgesiedelt?

    Ich kann jeden verstehen, der gegen die Nordumgehung ist, weil er 10 Meter davon entfernt wohnt. Das ist blöd, keine Frage. Aber die Leute, die in Neubausiedlungen innerhalb der letzten 20 Jahre nahe der Trasse gebaut haben und jetzt jammern – ja Himmel! Naja, St. Florian dürfen ja nur die Befürworter für sich beanspruchen 😉

    9. März 2008 @ 13:20
  5. Kommentar von Andreas:

    Ich habe 28 Jahre 500 Meter Luftlinie von einer Autobahn entfernt gewohnt. Und ich bin jetzt genauso weit von der Mindener entfernt wie demnächst von der Nordumgehung.

    Nochmal zur Südumgehung, hast Du meinen Link gesehen? Da solltest Du Dich bitte etwas besser informieren 🙂 Die Südumgehung ist länger, erzeugt mehr Schadstoffe und alle Autos die auf dem Weg um Oeynhausen herumfahren erzeugen mehr Verkehr auf dem Stück zwischen Exter und dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen … und das führt wundersamer Weise mitten durch Oberbecksen. Ergo sind von einer Südumgehung mindestens ebensoviele, wenn nicht noch mehr, Leute betroffen, wie von der Nordumgehung.
    Das Tollste ist aber, dass kein Lastwagenfahrer, der von Hannover nach Osnabrück (oder umgekehrt) möchte, erst bis Exter hoch fährt. Der kürzt wie bisher über die Mindener ab – und Du glaubst nicht ernsthaft, dass die für den Schwerlastverkehr gesperrt werden wird. Verkehr von Osnabrück Richtung Bielefeld (oder umgekehrt) findet so gut wie nicht statt … guck’s Dir an.
    Darum ist die Südumgehung sicher machbar – aber alles andere als sinnvoll im Hinblick auf eine Ortsumfahrung Bad Oeynhausens.

    Wind: Ist die Nordumgehung 16Km lang? Und jetzt mal ehrlich, Du glaubst nicht wirklich, dass „Wind“ sich von einer 20 Meter hohen Mauer aufhalten lässt, oder? Direkt dahinter mag es windstiller sein, sicher, je nachdem von wo der Wind kommt.

    Und zum Trog: natürlich muß der oben zu sein – wenn er fertig ist. Wenn er gebaut wird ist er oben offen. Davon schrieb ich. Und die Baustelle wird breiter sein als die Mindener es jetzt ist. Was passiert in der Zeit dort? Was ist mit den Anwohnern und – noch wichtiger – den Geschäften?

    Von Quellen und ähnlichem habe ich gar nichts geschrieben. Das mag ich gar nicht beurteilen. Mir reicht das auch ohne Quellen schon. Ich ziehe mich nicht auf die Quellen zurück, wenn ich gegen den Trog rede.

    „Denn laut Studie wird trotz der Nordumgehung der Verkehr auf der Mindener Strasse nicht weniger.“
    Dann behauptet die Studie, dass der Verkehr sich in exakt dem Maße erhöht, in dem die Nordumgehung ihn entlastet? Auf welcher Basis? Guck‘ einfach mal auf die Mindener Straße und die Kennzeichen der dort fahrenden Kraftfahrzeuge. Min. 80% davon haben in BO nichts zu beschicken und fahren nur durch. Die benutzen dann die Nordumgehung. Bei geschätzten 80%, die Oeynhausen nur durchfahren, müsste sich die Verkehrsdichte verfünfachen(!) damit die Mindener nach dem Bau der Nordumgehung von der gleichen Zahl an Kraftfahrzeugen benutzt wird. Fünf mal so viele Kraftfahrzeuge als bisher – nochmal: auf welcher Basis kommt man auf solche Zahlen? Das ist einfacher Dreisatz mit dem solche „Studien“ ad absurdum geführt werden können.

    9. März 2008 @ 14:56
  6. Kommentar von Agadius:

    Deiner Meinung nach ist es ein Märchen. Gutachten zufolge ist es eine Luftsperre. Sowas wird natürlich gerne verschwiegen. Sind der Werrepark und der Siel 16 km lang und teilweise über 20 Meter hoch? Wohl eher nicht.
    Oberbecksen liegt auf einer Anhöhe und die A2 liegt tiefer. Man kann schön von Oberbecksen aus AUF die A2 schauen.

    Wieso konnte die Tiefgarage am ZOB gebaut werden? Gibt es dort keine Heilquellen? Würde man dort die Pumpen abstellen, würde die Tiefgarage absaufen.
    Warum ist der Bau nicht belastend für die Quellen, womit immer so gerne gegen den Tunnel argumentiert wird?

    Ich weiß nicht, welche Südvariante du kennst, ich meine jedoch das Autobahnteilstück was von der A30 zum Ratio hochgeht. Dort über die Knickstrasse ist die sogegannte B61n. Diese B61n ist schon im Bundesverkehrswegeplan zum weiteren Ausbau an oberer Stelle. Dort oben wohnen nicht viele Leute und es ist sehr viel freies Land dort.
    Da diese sowieso ausgebaut werden soll, wieso führt man die Trasse dort nicht bis zur A2?

    Ach ja, es ist traurig, das die Stadt Bauanträge genehmigt hat, mit dem Wissen das dort eine Autobahn gebaut werden soll.

    Der Trog sollte schon oben zu sein, damit dort der innerstädtische Verkehr fliessen kann. Sowas geht in Bremen (die Satelittenstadteil) wunderbar. Auch in anderen Städten ist sowas wunderbar realisiert worden.

    Denn laut Studie wird trotz der Nordumgehung der Verkehr auf der Mindener Strasse nicht weniger.

    Ich sehe es bei mir vor der Haustür doch schon genug. Ich wohne in einem Kurgebiet. Die Richtlinie für Heilbäder und Kurorte sieht 3.500 Fahrzeuge pro Tag vor. Hier liegen 6.000-7000 Fahrzeuge täglich auf der Strasse.
    Es wird erst abend ruhiger, wenn die Brücke um 8.00h zu ist. Für ein Kurgebiet ist das echt stark.

    Aber du wohnst ja auch bald an einen Autobahnzubringer 🙂 Dann weißt ja auch, wie das ist 😛

    9. März 2008 @ 14:15
  7. Kommentar von Benny:

    „Denn laut Studie wird trotz der Nordumgehung der Verkehr auf der Mindener Strasse nicht weniger.“

    Die Aussage ist so nicht richtig. Soweit ich richtig informiert bin sinkt die Belastung der Mindener Strasse. Zugegeben, ich hätte gedacht das die Anzahl der Fahrzeuge pro tag weiter runtergeht. Das sie gleichbleibt ist aber Schwachsinn. Viele die nichts in B.O. wollen werden nicht den Weg durch die Stadt wählen.

    Ich gebe Andreas recht was seine Ansicht zu der Südumgehung angeht. Die würde nicht den gewollten Nutzen erzielen und zudem noch länger sein.

    7. Januar 2009 @ 11:48

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